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Edu-VitaInternational e. V.Spenden

Baustellentagebuch

Direkt aus
Chidenguele.

Geschrieben vor Ort, mit Fotos von der Baustelle. Wer nichts verpassen möchte, bekommt neue Einträge auch per Newsletter.

Eintrag 7

Conseguimos! Wir haben es geschafft!

Edu-Vita International School Chidenguele

Wir sind überglücklich, Euch diese Nachricht von der Baustelle schreiben zu können. Pünktlich zum Ende unseres Aufenthaltes haben wir gemeinsam mit den Menschen hier im idyllischen Chidenguele das Schulgebäude fertig gestellt. Und nicht nur die Kinder hier profitieren von diesem Projekt. Die Herzlichkeit, Freude und Dankbarkeit, die wir erfahren durften, hat auch etwas mit uns gemacht. Es ist ein wundervolles Stückchen Erde, in dem ein wenig die Zeit stehen geblieben scheint. Wo Respekt füreinander und gegenseitige Hilfe gelebt wird. Ohne dies wäre unser gemeinsames Projekt kein Erfolg geworden. Gestern wurde die Schule gedeckt und Fenster wurden eingesetzt. Noch einmal haben wir uns mit den Kindern, der Direktorin und allen fleißigen Helfern vor dem Gebäude versammelt, um ein Schild mit dem Namen der Schule zu enthüllen. Da steht sie nun, die „Edu-Vita International School Chidenguele“. Unser Dank gilt nicht nur den Helfern vor Ort, sondern auch allen, die das Projekt verfolgt haben. Besonders danken wir denen, die mit Spenden den Schulbau möglich gemacht haben. Zeit, nochmals Bilanz zu ziehen und Rechenschaft abzulegen. Gedacht hatten wir ursprünglich an ein Gebäude mit einem Schulraum. Dafür waren 6.000,00 € kalkuliert. Vor Ort ist uns klar geworden, dass wir mehr leisten können – auch durch Spenden, die uns unmittelbar um unsere Abreise erreicht haben. Was wir hier hinterlassen, ist ein Gebäude mit zwei Schulräumen. Die tatsächlichen Kosten beliefen sich auf 7.721,35 €. Kein Cent aus dem Vereinsvermögen musste für Spesen oder Arbeitsleistungen ausgegeben werden! 

Einen kleinen Ausblick auf ein mögliches Folgeprojekt hatten wir im Tagebuch schon gegeben. Danke für das positive Feedback. Gerade sind wir dabei, dies zu präzisieren und zu kalkulieren. Wir informieren bald über den Newsletter der Homepage darüber. Tragt Euch also gern dafür ein. Bis dahin: Muito obrigado! 

Eintrag 6

Auf der Zielgeraden

...wo es keine Gerüstbauer gibt.

Vor unserer Abreise wurde uns eine Frage häufig gestellt. Ist das realistisch, in nur zwei Wochen eine Schule zu bauen? Jetzt haben wir darauf eine Antwort. Es ist ambitioniert. Aber es ist möglich. Der Schlüssel zum Erfolg ist die Gemeinschaft, die uns hier trägt und motiviert. So lassen sich alle Probleme lösen. Heute zum Beispiel waren wir damit beschäftigt, mehrere Kubikmeter Wasser mit unserem Mietwagen heranzuschaffen, damit der Boden der Zimmer betoniert werden kann. Ihr erinnert Euch, es gibt kein Wasser in der Schule. Dann war da noch der Starkregen vor zwei Tagen. Was viele hier sehr glücklich gemacht hat, hat uns einen knappen Tag Bauzeit gekostet. Jetzt scheint es so, als ob wir auf eine Punktlandung zusteuern. Morgen sollten die Dächer gedeckt sein. Dann hängen wir die neuen Schultafeln an die Wand, die wir nach der Landung in Maputo aufgetrieben haben. Und dann ist es vielleicht so weit, dass die „Edu-Vita International School Chidenguele“ übergeben werden kann. Was dann vielleicht noch fehlt, sind ein paar Feinarbeiten. Uns geht es jedenfalls jetzt schon besser, da wir auf die Zielgeraden  eingebogen sind. Euer Interesse und Eure Unterstützung sind eine große Freude, aber auch eine Verpflichtung für uns, abzuliefern. Und gerade wächst in uns das Vertrauen darauf, dass wir Euch am Ende der Woche ein erfolgreich zum Erfolg geführtes Projekt präsentieren können. Wir sind hier übrigens dort, …

  • ...wo es keine Transportmittel gibt.
  • ...wo es keine Schubkarren gibt.
  • ...wo es keine Betonmischer gibt.
  • ...wo es keine Trennschleifer gibt.
  • ...wo es keine Bagger gibt.
  • ...wo es keine Rüttelplatten gibt.

Eintrag 5

Der Beginn einer Partnerschaft

Come Together - alle wollen teilhaben

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen unserer neuen Schulpartnerschaften mit der Primarschule in Chidenguele. 

Es war kein Tag wie jeder andere und besonders Erik stand die Aufregung schon früh am Morgen ins Gesicht geschrieben. 

Zum ersten Mal bewiesen wir heute deutsche Pünktlichkeit und Tilda musste keinen Swop-Eintrag mit Standpauke über sich ergehen lassen. 

Stattdessen durfte sie im Laufe des Vormittags - ganz partizipativ - die liebevollen Geschenke und Steckbriefe zur Besiegelung der Schulpartnerschaften gemeinsam mit João und Erik an die Schulleitung, in Persona von Donna Sandra, übergeben. 

Diese wurden kurz vor der Reise noch von zahlreichen Lehrern der DPFA und der SIS, der Grundschule Reichenbach, Ärzten und Mitgliedern des Vereins gesammelt. Danke dafür! Die Kinder waren natürlich absolut begeistert und wir selbst sichtlich gerührt. Sie probierten die ersten Dinge sofort aus und man merkte, dass sie motorische Naturtalente sind. 

Dennoch müssen sie sich noch etwas gedulden, denn erst die feierliche Eröffnung der Schulgebäude bedeutet auch für die Schülerinnen und Schüler den Startschuss für noch mehr Spiel und Spaß während ihrer Pausen. Wobei sie sich auch ohne jegliche Materialien bestens zusammen vergnügen und nur so vor Kreativität strotzen.

Weiterhin bekamen die Kinder die Möglichkeit, die neuen Zeichenkarton-Blätter und Buntstifte zu nutzen, um Bilder zu zeichnen. Sie brachten zu Papier, wie sie sich Deutschland vorstellen. Zu Gesicht bekommen diese Zeichnungen jedoch exklusiv die Kinder, welche im November in der DPFA die Projektwoche zum Thema Schulpartnerschaft wählen. Ein kleiner Motivationsschub im Vorfeld des Einschreibens 😇

Obwohl die Kommunikation aufgrund der Sprachbarriere zeitweise etwas hakte, sind am Ende des Tages auch noch Steckbriefe entstanden, welche die Schülerinnen und Schüler in Deutschland mit Sicherheit erfreuen werden. 

Am Dienstag wird dann noch ein Treffen mit den Lehrerinnen und Lehrern der Schule in Chidenguele und uns stattfinden, bei dem wir gemeinsam und auf Augenhöhe die Eckpunkte der Schulpartnerschaften verschriftlichen und wichtige Fragen besprechen werden. 

Damit steht einer gemeinsamen Zukunft nichts mehr im Wege. Einer Zukunft, die geprägt ist vom kulturellen Lernen voneinander, von der kooperativen Zusammenarbeit im Zeichen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und dem gemeinsamen Ziel, diese wunderschöne Welt wieder ein Stück besser zu machen. 

Dabei geht es nicht darum, ihnen beizubringen, wie dieses und jenes funktioniert. Dazu haben wir kein Recht. Im Gegenteil. Die Kinder aus Chidenguele haben uns heute wieder einiges gelehrt, besonders folgendes: Arm ist nicht gleich arm - sie besitzen noch etwas, was wir schon lange verloren haben. Lebensfreude bis zu den Haarspitzen und in jeder Sekunde, sowie eine Gelassenheit - trotz aller Widrigkeiten - die ihresgleichen sucht. Wir danken Euch von Herzen für diese Erkenntnis.

  • Grüße von einem unserer Kooperationspartner
  • Die DPFA schickt eine Videobotschaft - danke an die Klasse 8b
  • Kein Tag wie jeder andere
  • Die Mitbringsel kommen gut an
  • Spaß am Lernen voneinander
  • So stelle ich mir Deutschland vor
  • Architekt von morgen?

Eintrag 4

In uns reift eine Idee: Was Wasser hier verändern könnte

Wassertank für 1.000 Liter. Ohne Wasser.

Sonntag. Das ist auch in Chidenguele ein Ruhetag. So haben wir den Gesängen in der Kirche gelauscht, obwohl wir wahrscheinlich lieber auf der Baustelle gestanden hätten. Mit dem Resultat, dass wir uns der Gemeinde vorstellen mussten. Spätestens jetzt sollten hier alle über uns Bescheid wissen. 😊

Anfang September hatten wir uns mit Mitgliedern des Lions Club Glauchau über den geplanten Schulbau ausgetauscht. Hier kam die Frage auf, wie man sich den Zustand der Sanitäranlagen und der Wasserversorgung der Schule vorstellen muss. Die Frage konnten wir nicht beantworten, weshalb wir jetzt unser Augenmerk daraufgelegt haben. Die Wasserversorgung ist schnell beschrieben: Es gibt sie nicht! Man hatte vor einiger Zeit einen 1.000 l Wassertank angeschafft. Die Eltern können es sich aber nicht leisten, diesen mit Frischwasser befüllen zu lassen. Waschgelegenheiten waren ebenfalls vorbereitet, wurden aber nie in Betrieb genommen. So liegen hier nun ein paar Wasserleitungen ohne Einspeisung und ohne Armaturen. Die Direktorin Sandra berichtet wie folgt über die aktuelle Situation: Die Kinder sind angehalten, Wasser zum Trinken und zum Waschen von zu Hause mitzubringen. Zum Verrichten der Notdurft existieren zwei Verschläge. Der eine besteht nur aus gestampftem Sand zum Erledigen des kleinen Geschäfts. Der andere ist mit einer Grube verbunden, die nach einiger Zeit immer wieder neu angelegt werden muss. Es gibt keine Wasseraufbereitung, keine Entsorgung, noch nicht einmal Wasser zum Trinken bei aktuell um die 35 Grad. Nach Vorgabe der WHO sollte man für 25 bis 30 Kinder eine Toilette vorhalten, die diese Bezeichnung verdient. Aktueller Ist-Zustand: Keine Toilette für 348 Schüler! Kein sauberes Wasser für 348 Schüler! Wie wäre es, wenn wir das Problem angehen? Wir haben uns darüber informiert, welche Summe man für ein eigenes Bohrloch für Frischwasser aufbringen müsste. Die Kosten dafür liegen deutlich unter der Investition, die wir gerade mit Eurer Hilfe tätigen. Und die nachfolgenden Effekte sind immens: Sauberes Trinkwasser. Toiletten, die diese Bezeichnung verdienen. Ausreichend Waschgelegenheiten. Zudem bestünde die Möglichkeit, auf dem Schulgelände einen kleinen Garten für Gemüse anzulegen. Damit hätten wir alle Ziele von Edu-Vita adressiert: Bildung, Verbesserung der Gesundheit der Schüler durch sauberes Wasser und den Anbau von ökologischen und gesunden Lebensmitteln. Was haltet Ihr davon? Wir freuen uns auf ein Feedback von Euch.

  • Ist-Zustand der Toilette
  • Toilette für das kleine Geschäft
  • vorbereitete Waschbecken
  • aktueller Stand der Arbeiten nach einer Woche
  • Igreja Católica

Eintrag 3

Jetzt sind wir offiziell in der Afrikanischen Kultur willkommen

Mit Capulana in der Afrikanischen Kultur willkommen

Gestern hat die Baustelle einen Schub bekommen. Die Dorfgemeinschaft war in großer Zahl erschienen und es ging schnell voran. Der Ringanker über dem Fundament war gegossen und es konnte zügig aufgemauert werden. Am frühen Nachmittag gab es dann Besuch vom Bürgermeister Manuel. Es gab Ansprachen von ihm und der Direktorin Sandra, in denen deren tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck kam. Sie hätten seit einigen Monaten davon gehört, dass Hilfe für die Schule aus Deutschland kommen soll. Daran geglaubt haben sie allerdings erst, als wir am Montag hier erschienen sind. Spontan mussten auch wir von unserem Verein, also von Euch, unserer Motivation und den geplanten Schülerpartnerschaften berichten. Mit den Worten „Willkommen in der Afrikanischen Kultur“ wurde Susann eine traditionelle Capulana umgebunden. Danach wurde getanzt und gesungen. Momente, die sich tief ins Bewusstsein graben, Gänsehaut und vielleicht auch eine Träne hinterlassen. Trotzdem ist kein Tag wie der andere. Heute haben wir die Baustelle zweimal besucht, waren aber den Großteil des Tages damit beschäftigt, Geld für das Material zu beschaffen. Dazu müssen wir eine Stunde in die nächste Stadt Xai-Xai fahren und uns am Geldautomaten bedienen. Das Problem besteht darin, dass der Maximalbetrag pro Transaktion bei etwa 70 €liegt, dafür über unsere Bankverbindung ohne Umtausch- und Transaktionsgebühr. Das hatten wir Euch versprochen. Der langen Schlange am Automaten hinter uns musste das noch vermittelt werden. 😊 Vom Budget werden wir voraussichtlich etwas über den veranschlagten 6.000 € liegen. Denn wenn alles perfekt läuft, wird Edu-Vita dann nicht - wie angedacht - einen, sondern zwei Schulräume hinterlassen. Also drücken wir alle die Daumen, dass es in diesem Tempo weiter voran geht und wir Ende nächster Woche ein erfolgreich beendetes Projekt vorweisen können. Derweil reifen erste Gedanken zur weiteren Verbesserung der Situation vor Ort, wovon wir Euch im nächsten Tagebucheintrag berichten wollen.

  • Der Bürgermeister Manuel zeigt Einsatz.
  • Viele Hände, schnelles Ende.
  • Kein Bagger, kein Betonmischer, kein Wasseranschluss...
  • Stand der Arbeiten am Ende des heutigen Tages.

Eintrag 2

Ein erstes Lebenszeichen von uns - direkt aus Chidenguele.

Aktueller Zustand der Schulräume. Es ist an der Zeit, daran etwas zu ändern.

Dies ist ein erstes Lebenszeichen direkt aus Chidenguele. Gestern waren wir das erste Mal auf der Baustelle und wurden von der Dorfgemeinschaft und dem Kollegium überwältigend freundlich empfangen. Uns schlägt reichlich Herzlichkeit und Dankbarkeit entgegen. Die Schulleitung hat uns zunächst durch die alten Gebäude geführt. Die sind im Vergleich zum ersten Besuch 2024 leider weiter verfallen, teils fehlen die Wände komplett. Viele fleißige Hände haben das Fundament fertig gestellt und den ersten Ringanker gegossen. Wie übermittelt wurde, arbeiten in erster Linie Eltern der Schüler mit uns – ehrenamtlich, wie abgesprochen! Heute wurde am Mauerwerk gearbeitet. Wegen eines Trauerfalles in der Dorfgemeinschaft, waren deutlich weniger Helfer vor Ort. Wir haben versucht, um so härter zu arbeiten. Trotzdem stößt man in der Hitze von Chidenguele schnell an seine Grenzen. Dass für die Region eine Hitzewarnung ausgesprochen wurde, macht es für alle hier nicht leichter. Am Ende des Tages war wieder einiges geschafft und morgen sollten die Arbeiten am Mauerwerk sichtbar vorankommen.

  • Der Empfang könnte nicht herzlicher sein.
  • Nicht nur Manpower ist gefragt.
  • Das Fundament ist vollendet. Ab sofort wird gemauert.
  • Gründungsmitglied Tilda scheint sich gut einzuleben.
  • Lachen steckt an.

Eintrag 1

Die Vorbereitungen laufen...

Die Dorfgemeinschaft ist schon den ganzen Tag auf den Beinen!

Uns erreichen erste Bilder aus Chidenguele! Die Vorbereitungen für den Schulbau laufen auf Hochtouren - die ganze Dorfgemeinschaft bereitet das Fundament vor und unsere Augen strahlen, weil wir wissen - bald sind wir auch vor Ort und können mit unterstützen 👍 

  • Die ersten Gräben fürs Fundament entstehen.
  • Ein weiteres festes Schulgebäude entsteht.

Worum es geht: Schulbau in Chidenguele